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Kurztrip nach Guangzhou...

Bilder von meinem Trip nach Guangzhou sind online. Wie immer sehr viele Fotos geschossen. Diesmal hab ich aber nicht nur Fotos mit nach Hause genommen, sondern auch sehr viele Schuhe. Guangzhou ist das Schuhmekka schlechthin in China. Zumindest hatte ich das Gefühl. Der Wahnsinn. Tasche leer bei der Ankunft, Tasche bis oben hin voll beim Abflug. Und bei diesen Preisen kann man auch nicht nein sagen. Trau mich gar nicht zu schreiben, wie viel Paare ich gekauft habe. Frag mich jetzt aber schon, wann ich die alle anziehen soll. Hab doch schließlich nur zwei Füße. Naja, werd schon irgendwie einen Weg finden.

Hong Kong!

War das wieder mal ein Wochenende!

Nach meinem Besuch in Hong Kong bin ich wieder gut und munter in meinem Zuhause angekommen und das Taxi hat mich erneut ohne Probleme vor meiner Hausture abgesetzt. Taxifahrten bleiben für mich immer noch irgendwie spannend. Wenn man die Gegend nicht kennt, könnte der Fahrer echt stundenlang im Kreis umherfahren und man würde es nicht merken. Bin von daher immer froh, wenn das Taxi in meine Straße abbiegt und ich weiß wo wir uns gerade befinden.

Nun aber mehr zu meinem Hong Kong Trip:

Am Freitag hieß es am Flughafen erst einmal Geld wechseln. Darunter auch ein 1000 Euro Schein. Aber halt, da war doch was: Waren ja nur Macau Dollar, keine Euro. Somit also nur umgerechnet 100 Euro. Schade. =( Dann ging es ab in den Flieger Richtung Hong Kong, der Shoppingmetropole schlecht hin. „Schon wieder Shopping?“ werden jetzt einige von euch sagen. Und ja! Wieder einmal Shopping! Diesmal waren aber keine Schuhe dran, von denen habe ich wirklich schon genug, aber Oberteile gab es in Hong Kong auch reichlich. Und sehr günstig. Traumhafte Preise! Ein Shirt fur 3 oder 4 Euro gefällig? Nehmen wir doch gerne mit. Kein Problem. Meine Divise auch hier wieder: Ankunft Tasche leer, Abflug Tasche voll. Ich werd hier wirklich noch zum Shopaholic. Ich sollte mal lieber meine Taktik ändern, mein Konto würde es mir glaube ich danken. Entweder Kreditarte daheim lassen, die Shoppingstraßen umgehen (was aber nicht so leicht durchzuseten ist, wenn sich das Hotel gleich um die Ecke befindet), eine kleinere Tasche mitnehmen oder...? Hat jemand noch ne Idee? Aber von Oberteilen und kurzen Shorts kann man besonders hier im schwülen Sommer in Shanghai ja nie genug haben (obwohl es heute leider wieder den ganzen Tag geregnet hat), sage ich mir zumindest. =) Kleine Mitbringsel habe ich auch schon eingekauft und endlich habe ich ebenfalls Sonnenmilch OHNE Whitening Effekt bekommen. Herrlich!

Hong Kong hatte aber nicht nur shoppingtechnisch viel zu bieten. Es gab auch einige andere Sachen zu bestaunen wie die verschiedenen Stadtteile, Bezirke oder Inseln, wie auch immer man sie nennen möchte. Jedes von ihnen versprühte seinen eigenen Charme. Kowloon ist mehr der moderne Teil Hong Kongs, währenddessen man auf Lantau Island noch die pure Natur genießen kann. Ich bin immer wieder erstaunt über die facettenreichen Großtädte hier in China. Jede Großstadt hat wirklich ihr eigenes Flair. Shanghai ist chinesischer und trotz Hochhäuser und einer modernen Innenstadt traditioneller wie Hong Kong, Hong Kong eher moderner und viel internationaler. An jeder Ecke Deutsche, Franzosen, Engländer oder auch Amerikaner. Hong Kong hat sich dementsprechend auf Touristen eingestellt. Nur ein Beispiel: Die Busfahrer können dort sogar Englisch sprechen und verstehen einen auch noch wohin man möchte! Das sucht man in Shanghai zum Beispiel vergeblich. Wenn man hier glaube ich am richtigen Zielort rauskommt, dann ist das wie ein Sechser im Lotto mit den Namen der Haltestellen nur auf Chinesisch. In Hongkong dagegen war es kein Problem an den berühmten Repulse Beach zu kommen oder zum Peak. Der Repulse Bay machte mit seinem türkisenen Meer wirklich Lust auf den bevorstehenden Urlaub in Hainan Anfang Mai. Vom Peak aus hatte man dagegen einen wunderschönen Blick über Hong Kong. Einen ganzen Tag oder sogar mehrere kann man auch auf der Lantau Island verbringen. Auf dieser befindet sich der berühmte Giant Buddha. Eine etwa 30-minutige Fahrt mit der Seilbahn fuhr dich direkt dort hin. Asiaten haben generell ein Faible fur Seilbahnen, habe ich so das Gefühl. In Macau gab es eine, in Guangzhou ebenso, in Hong Kong habe ich drei gesehen, vermutlich gibt es aber noch mehrere dort mit den vielen kleinen Hügeln und Bergen. Während der Fahrt hat sich das Wetter wirklich von der allerbesten Seite gezeigt. Erst Wolken, dann Nebel und schließlich Sonne pur, so dass ich mir wieder erneut einen Sonnenbrand zugezogen habe. Naja, jetzt bin ich ja mit Sonnencreme ausgerüstet. Das sollte mir jetzt nicht mehr passieren. Der Blick vom Buddha aus war erneut atemberaubend. So viel Natur nur etwa 50 Minuten von der Innenstadt entfernt. Für Wanderlustige ist der Weg dorthin aufgrund der vielen Pfade ebenso lohnenswert. Ein anderes Highlight war natürlich auch die Skyline bei Nacht zu bewundern mit der Lasershow „A Symphony of Lights“. Alles andere könnt ihr an meinen Bildern erahnen.

Das war es dann wieder soweit von mir. Ich sollte jetzt lieber mal noch putzen und noch ein paar Vokabeln lernen für meinen Sprachkurs morgen. Sich in die letzte Reihe zu setzen und zu verstecken wie im Chinesischseminar an der FH kann man hier nämlich vergessen, wenn man sich Privatunterricht gönnt.

In diesem Sinne (auch wenn es manche aufregen sollte, aber ich muss ja üben): Zaijiàn! Xiàcìjiàn!!

P.S.: Ich wusste wirklich gar nicht, wie lange es dauern kann bis man Fotos sortiert, ausgewählt und dann noch hochgeladen hat. Schrecklich! Aber jedes einzelne Foto ist mir die Zeit wert!

Klare Sicht voraus…

Ein wunderschöner Tag heute. In Shanghai ist auch endlich der Sommer angekommen. Sonne satt, blauer Himmel und eine leicht bekleidete Deutsche unter den dick eingepackten Chinesen. Bei diesen gilt immer noch die Devise: Ja nicht braun werden! Da fühlt man sich richtig wie ne Außerirdische mit seinen kurzen Hosen und Top. Dazu mal keinen weiteren Kommentar. Bin aber mal auf die nächsten Sommermonate gespannt…

Bei diesem wunderschönen Wetter ging es heute erst einmal in einen wunderschönen Park im Norden Shanghais. Dieser ist berühmt für seinen großen See, das ebenfalls bei den Einheimischen. Überall Chinesen mit Kindern. Drachensteigen kennen diese auch. Nach einer kurzen Zeit in der Sonne brutzeln, bin ich dann nochmals an den Bund gegangen. Beim letzten Mal war es ja doch ein wenig neblig. Heute war dann klare Sicht auf den Oriental Pearl Tower. Herrlich! Aber so langsam merkt man, dass die Expo näher rückt. So viele Menschen auf einem Haufen! Ein paar schöne Bilder habe ich trotzdem geschossen.

Da die Zeit grad wie im Flug (Im wahrsten Sinne des Wortes, bei euch fliegen die Flugzeuge ja wieder. =)) vergeht, möchte ich euch im Folgenden ein paar meiner Beobachtungen schildern. Denn in den letzten zwei Monaten gab es einiges Kurioses und Interessantes. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Ansonsten gibt es die anderen Geschichten in den nächsten Wochen.

  1. Wer denkt, man kann in China leben wie Gott im Himmel, hat auf der einen Seite Recht. Das Leben hier ist definitiv günstiger. Jedoch (und das beziehe ich auf mich, aber ich denke anderen geht es genauso, zumindest den Erzählungen nach) gibt man trotzdem sehr viel Geld aus. Die Versuchung hier ist wirklich zu groß um zu widerstehen. Tausende von Taschen oder Schuhen warten schließlich auf einen Besitzer. Aber man beachte: Von einem Shoppingtrip geht man dann nicht nur mit einer Tasche wie in Deutschland nach Hause, sondern mit mindestens drei jedoch für das gleiche Geld. Das lässt das Shoppingherz erquicken sage ich euch!
  2. Nun ein paar Auffälligkeiten während dem Einkaufen: Die Rabatte werden hier anders ausgezeichnet. Bei einer 3 gibt es zum Beispiel 70% Rabatt, nicht nur 30%. D.h. je kleiner die Zahl beim Rabatt, desto besser für den Geldbeutel!
  3. Bei Chinesen gelten Brillen ohne Gläser als trendiges Modeaccessoire. Auch Klamottentechnisch sind hier ein paar Chinesen echte Hingucker!
  4. Man hat generell einen persönlichen Assistenten, der einem hinter her dackelt wie ein Hund und die Sachen trägt. Wenn man manchmal einen Laden betritt, kommen einem gleich fünf Verkäufer entgegen, was einem echt auf die Nerven gehen kann. Da vermisse ich die deutsche Shoppingkultur!
  5. Es kam auch schon einmal vor, dass eine Chinesin meinetwegen aus ihrer Umkleidekabine „geschmissen“ wurde, damit ich nicht lange warten musste um meine Sachen anzuprobieren. Zum Glück hatte ich nur ein Shirt, so dass die chinesische Kundin wenigstens nicht lange warten musste, um ihre Kabine wieder zu bekommen. Das nennt man doch aber mal Service!
  6. Chinesen tricksen beim Einkauf manchmal so dermaßen, als gäbe es keinen Morgen mehr: Einfach mal Einlagen in die Schuhe und schon wird aus ner Größe 39 ne 38 oder ne 36 wird als 39 ausgegeben etc.
  7. Die Chinesen kennen kein Haarspray. Und wenn man mal Glück hat, kostet es ein Vermögen. Ich muss sagen, dass mit Gel die Frisur auch bei Wind und Wetter hält. Gewöhn mich grad sogar um. Es lebe somit das Haargel!
  8. Chinesische Frauen wollen weiß werden. Deswegen gibt es diverse, ja tausende, von Whitening Cremes. Es gibt oft sogar nur diese Sonnencreme. Ein Glück habe ich in Hong Kong endlich eine normale gefunden.
  9. Chinesische Joghurts trinkt man mit Strohhalmen und isst sie nicht mit Löffeln wie bei uns. Was das Essen angeht sind die hier sowieso ein bisschen eigen. Es gibt dreimal am Tag was Warmes. Mittags in der Kantine gibt es immer Reis. Sehr lecker sind unter anderem jedoch die Shanghaier Dumplings.
  10. Die Chinesen essen sogar Kuchen mit Stäbchen. Einen Löffel oder ne Gabel in die Hand zu nehmen kommt für sie gar nicht in Frage. Also werden anstatt den großen Stäbchen einfach kleinere zur Hand genommen.
  11. An jedem Geburtstag gibt es Kuchen im Geschäft. Und das sind wirkliche Leckereien! Bei über 100 Beschäftigten ist das dann so einmal die Woche bzw. mindestens alle zwei Wochen der Fall. Sowas könnte man auch in Deutschland einführen. Hätte ich nichts dagegen.
  12. Chinesen lieben außerdem Tee und dieser wird auch zu jeder Gelegenheit getrunken. Egal ob vormittags, mittags oder abends. Da kommt der „Kaffee“ als eine Abwechslung im Geschäft gerade recht, obwohl man den nicht wirklich als Kaffee bezeichnen kann. Bin ja eigentlich auch kein Kaffeetrinker, aber nach mehreren Green and Yellow Teas schmeckt der wirklich hervorragend.
  13. Regenschirme gibt es hier generell nur in den Farben pink, rosa, hellblau und zartgrün. Habe mich dann schließlich fur die hellblaue Variante entschieden, nachdem mein guter alter und treuer Begleiter aus Deutschland kaputt gegangen ist.
  14. Chinesische Männer lieben lange Fingernägel, um ihren Status in der Gesellschaft zu zeigen. Wirklich sehr schön! Manche Frauen lassen sich dagegen bunte Schleifchen oder Mickey Mäuse auf die künstlichen Fingernägel als Verzierung kleben.
  15. Chinesen sind immer sehr müde und schlafen besonders gerne in der Öffentlichkeit wie der Metro.
  16. Es ist wahr: Chinesen haben zumindest den deutschen Standards zufolge keine Manieren. Sie stoßen einfach auf, wenn sie müssen, egal wo sie sich gerade befinden oder was sie gerade machen. Beim Essen dann das gleiche Spiel: Knochen werden rausgespuckt, das Essen wird nicht zum Mund geführt, sondern der Mund zum Essen. D.h. die Chinesen liegen auch schon mal desöfteren über ihrer Mahlzeit, besonders die Herren der Schöpfung, bei uns Damen ist das ein bisschen schwieriger mit unseren geliebten und gepflegten Haaren.
  17. Chinesische Kinder tragen hier keine Pampers wie im westlichen Raum. Man kann schließlich die Hose am Saum öffnen und somit können die Kinder ihrer Blase freien Lauf lassen. Dabei wird dann schon desöfteren die Straße oder der Mülleimer als Toilette benutzt.
  18. Wenn es ans Warten geht stehen Chinesen erst einmal alle in einer schönen Reihe. Jedoch wird diese aufgelöst, sobald die Türen des Buses oder der Metro geöffnet werden.
  19. Den Gerüchten zum Trotz: Es gibt auch einen blauen Himmel in Shanghai – was ihr hoffentlich auch an den Fotos erkennen könnt.
  20. Chinesen fangen mit dem Osten bei den Himmelsrichtungen an. Also: Osten, Süden, Westen, Norden. Bei uns ja üblicherweise: Norden, Osten, Süden, Westen.
  21. Kein Chinese ist arbeitslos. Man findet hier immer einen Job, auch wenn man nur an einer Straßenkreuzung oder vor der Metro in Uniform steht und absolut nichts macht. Billiglöhnen sei Dank. Die sehen dann auch gar nicht gelangweilt aus. Nein…
  22. Es gibt manche chinesische Bücher, die man von hinten nach vorne liest und dann auch noch von oben nach unten. Sehr kurios.
  23. Chinesen zählen nicht in Tausendern, sondern in Zehntausendern. Also 300.000 sind nicht 300 Tausender, sondern 30 Zehntausender.