拜拜 Blog! 拜拜 上海! 拜拜 中国!

Das heißt es bald. Der erste Teil trifft heute schon zu. Die anderen folgen in nicht einmal mehr vier Wochen. Da ich in nächster Zeit nämlich noch so einiges vorzubereiten und zu erledigen habe, wird das nun mein letzter Eintrag hier sein. In eineinhalb Wochen kommt schon meine Familie, in drei Wochen werde ich zu meinen Kollegen und Shanghai 拜拜 (Baibai!) sagen müssen und in nicht einmal mehr vier Wochen (nach dem einwöchigen Familienaufenthalt in Beijing) heißt es dann auch 拜拜zu China. Jedoch bin ich mir jetzt schon relativ sicher, dass es zur passenden Zeit erneut zu einem fröhlichen 欢迎! (Huanjing!) kommen wird. Mich wird es definitiv wieder in den asiatischen Raum verschlagen, ob durch eine längere Reise oder erneut durch die Arbeit.

Ich muss zugestehen, anfangs war dieses Auslandspraktikum eher ein großes Abenteuer. Was wollte ich denn in China, in einer Kultur, die sich sehr stark von unserer unterscheidet? Die kleine Yvonne aus einer 4500 Seelengemeinde in der 20 Mio. Einwohnerstadt Shanghai? Wenn ich meine Zeit hier jedoch nach sechs Monaten so Revue passieren lassen, bereue ich keine Sekunde meiner Entscheidung und bin wirklich dankbar für die Möglichkeit, die ich hier erhalten habe. In den letzten sechs Monaten habe ich so einiges gesehen, mich an einiges gewöhnt bzw. auch gewöhnen müssen, mich hier aber dennoch, besonders durch die letzten Wochen, eingelebt, was mir den Abschied noch schwerer machen wird. Die Zeit hier hat mir einges gezeigt, die Chinesen haben mich auf für mich auf den ersten Blick unscheinbare Dinge aufmerksam gemacht und mir einiges aufgezeigt. Mir werden wirklich einige Dinge in Deutschland fehlen, schon alleine die Freundlichkeit und Gastfreundlichkeit, die mir von allen Seiten, besonders meiner Kollegen, entgegen gebracht wurde. Durch diese bleibt diese Zeit hier für mich wirklich unvergesslich.

Gleichzeitig habe ich aber auch gemerkt, dass in China bei weitem nicht alles gut läuft. In einer Riesenmetropole geht das zwar sehr stark unter, da Shanghai oft sehr stark anderen Großstädten wie NYC gleicht. Doch ich muss eigentlich nur meine Einkaufsstraße gegenüber meinem Apartment anschauen oder das Leben vieler Chinesen beobachten. Vieles ist nicht leicht hier. Allein in Shanghai werden, zum Beispiel, täglich Wohnsiedlungen plattgemacht, ohne den Bewohnern oft eine Entschädigung zu zahlen oder ihnen bei einer neuen Unterkunft zu helfen, und von den Shanghaier Mietpreisen schon ganz zu schweigen, die jeden Tag weiter in die Höhe schnellen. Ich bewundere wirklich, wie manche das alles so meistern und trotzdem einen so zufriedenen Eindruck machen, obwohl sie auch alle wissen, dass in ihrem Land noch so einiges getan werden muss, egal ob in politischer, wirtschaftlicher, kultureller oder erzieherischer Hinsicht.

Wenn man einmal eine längere Zeit hier lebt, versteht man einiges besser. Wieso sich, zum Beispiel, Chinesen in bestimmten Situation so oder so verhalten. Wieso sie sich oft nach deutschen Standards ganz ohne irgendwelche Manieren verhalten, was sich für sie als ganz normal darstellt. Aber um ganz hinter die Person eines Chinesen zu blicken, braucht man vermutlich Jahre und dann versteht man vielleicht erst rund die Hälfte der Kultur und das Verhalten der Chinesen wird einem in bestimmten Situationen immer noch „komisch“ erscheinen.

Jetzt freue ich mich aber erst einmal auf nächste Woche, in der ich meine Familie endlich in Shanghai begrüßen darf. Ich hoffe, dass ihr in der kurzen Zeit, in der ihr hier sein werdet, so viele Erfahrungen wie möglich macht, offen für alles seid und euch bei einigen Sachen nicht streut sie auszuprobieren. Wenn es eine Sache ist, die ich hier gelernt habe, ist es so viel wie möglich auszuprobieren, wenn man die Chance dazu hat. Chancen fliegen einem nicht jeden Tag zu und wenn sie mal da sind, soll man sie ergreifen, so wie euch nun die Tür für einen kurzen Aufenthalt in China eröffnet wurde. Und ich muss sagen, ich bin immer noch erstaunt und sehr glücklich darüber, dass ihr, Mama und Papa, dieses kleines Abenteuer mitmacht!

Alle anderen Blogleser grüße ich hiermit natürlich ebenfalls. Einige von euch werde ich hoffentlich in den paar Tagen, in denen ich daheim bin, ja kurz wiedersehen. Den restlichen wünsche ich schon jetzt eine erfolgreiche und ebenso spannende Zeit im Ausland (egal ob Australien, Schottland, Kanada, oder ein anderes fremdes Land) und euren diversen Praktika. Genießt die Zeit! Sie geht letzten Endes schneller rum als ihr denkt. Auf mich wartet ab September erst einmal Frankreich auf mich, das sicherlich ein Kontrastprogramm zu China darstellen wird. Ob dieses Kontrastprogramm von euch nun in einem positiven oder eher negativen Sinne ausgelegt wird, bleibt euch überlassen. Ich habe mich in dieser Hinsicht schon längst entschieden.

  上海!

Zum letzten Mal nochmals herzallerliebste Grüße aus Shanghai!

Eure akklimatisierte chinesische Tochter, Schwester und Freundin,

Yvonne

Immer wieder montags...

…kommt die Erinnerung (?): Wie schön doch wieder das Wochenende war. An meinem fast letzten freien Wochenende war ich wieder mal mit meinen zwei chinesischen Kolleginnen unterwegs. Erst einmal sind Sabrina, Mercury und ich für ein paar Stunden der 40Grad Hitze Shanghais enflohen und haben uns am Samstag ins kühle Nass begeben. Das war wirklich herrlich. Draußen herrschte wirklich so eine Schwüle, die auch die nächsten Wochen noch anhalten wird, und durch diesen kurzen Trip ins Schwimmbad bin ich nun auch stolze Besitzerin einer Badekappe. Somit hat sich der Ausflug doppelt gelohnt. =) Nach dem Schwimmen ging es dann auf die Shouning Lu, die berühmteste Straße hier für Hummer, Schrimps und sonstiges leckeres Seafood. Barbecue gab es dann auch noch dazu. Und wieder einmal musste ich feststellen, wie gut Meerestiere schmecken (wenn man die kleinen Hummer dann mal nach hart erkämpfter Arbeit aus der Schale befreit hat), aber gleichzeitig auch wie scharf das Essen in China wieder einmal sein kann. Bei den scharfen Schrimps brannte (übertrieben ausgedrückt) schon alleine die Zunge beim Berühren des Tieres. Zum Schutz der Kleidung bekam zu Beginn jeder erst einmal eine Plastikschürze umgebunden. Die war auch teilweise nötig. Dazu dann noch passende Plastikhandschuhe und schon ging es ans Knacken und Beißen der Meerestiere. Am besten war es wirklich, die Zähne fürs Aufknacken zu verwenden. Bei mir sah es trotzdem, glaube ich, anfangs ein bischen hilflos aus, aber man lernt ja nie aus im Leben und nach drei, vier kleinen Hummern hatte ich einigermaßen den Dreh raus. Es war aber total interessant zu beoachten, wie die kleinen Kinder am Nachbartisch, vielleicht so an die 7 Jahre (? Bei den Chinesen ist das immer so eine Sache mit dem Alter schätzen) die Hummer mit einer solchen Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit geknackt haben. Echt der Wahnsinn... Gestern habe ich dann ebenfalls noch einmal China pur erlebt und das bei welcher Aktivität? Dem Shoppen, einer der Lieblingsaktivitäten der Chinesen. Erst einmal wurde man als Ausländer wieder einmal von vielen netten chinesischen Verkäufern begrüßt und sogar oft ein Stückchen auf seinem Weg begleitet. Obwohl ich mich nicht auf dem Fake Market befand, hörte man ständig „What do you want? Do you want watches, bags, DVDs? Do you need Chinese Clothes? Hey, what do you need?“. Schrecklich. Seit neustem haben diese Verkäufer nämlich auch die chinesische Einkaufsstraße, die Qipu Lu, ins Revier genommen. Dabei gehen manche sogar so weit, dass sie einen regelrecht „verfolgen“. Beste Methode um sie abzuwimmeln, bevor sie irgendwas sagen können, selbst „Bu yao“ (Brauche ich nicht) sagen und so wird man sie meistens gleich von Anfang an los. Die Methode funktioniert auch letzten Endes so gut, da man die Leute, die einem gefakte Uhren und DVDs verkaufen wollen, sofort erkennt, denn nur diese stehen so ganz „unauffällig“ im Gang herum, auf der Suche nach netten Ausländern, die sie anlabern können. Desweiteren habe ich wieder bemerkt, wie einfallsreich bzw. im Endeffekt fast schon idiotisch Chinesen sind. Die meinen tatsächlich mit einem Sticker auf der Hose wird diese um ein paar Nummern größer (?!). Guter Versuch, aber mittlerweile kenne ich euch Chinesen doch schon ganz gut! Lasst euch doch mal was Besseres einfallen! Sticker auf Klamotten, eine Schuheinlage in Schuhen, das kennen wir doch alles schon! Ihr könnt mir beim Einkaufen nicht mehr so leicht was vormachen. Wenn das mit dem Sticker dann nicht klappt, wird die Hose eben noch gestretcht und schon sieht sie im Vergleich zur vermeintlich kleineren Größe größer aus (?!). Anstatt einfach zu sagen, dass es sie nur in einer Einheitsgröße gibt, versuchen die Chinesen wirklich alles. Es wird nie aufgegeben, immer wird nach einem neuen Weg gesucht und dieser dann ausprobiert. Wenn der nicht klappt, dann versucht man eben einen anderen Weg. Manchmal führt aber keiner ans Ziel und somit bin ich dann nur mit ein paar Shirts nach Hause gegangen. Reicht auch. An Klamotten mangelt es mir hier wirklich nicht...

Neun Schmetterlinge weniger auf dieser Erde…

...nachdem die Raupen vorgestern in unseren Mägen gelandet sind.

Aber erst einmal alles der Reihe nach. Dieses Wochenende fand - neben Peking Ende August – leider schon mein letzter größerer Trip hier in China statt. Diesmal ging es Samstagfrüh nach Qingdao, der Stadt, nach der das leckere chinesische Tsingtao Bier benannt ist. Den wichtigsten Ort haben wir, bestehend aus meiner chinesischen Lieblingskollegin Sabrina, einer weiteren Deutschen und meiner Wenigkeit, gleich am ersten Tag besucht: das Tsingtaoer Biermuseum, wo es nachmittags gleich mal ein kleines Bierchen gab. Es ist schon immer wieder ein Genuss das Tsingtao Bier zu trinken. Nicht zu stark, aber auch nicht zu schwach. Gerade richtig. Nach der ersten Attraktion besuchten wir in den zwei Tagen, die wir dort waren, noch den berühmten Zhangqiao Pier, den XiaoYu Hill und die diversen „Strände“ in Qingdao. „Strände“ in Anführungszeichen deswegen, da es meiner Definition nach nicht wirklich welche waren. Beim Thema Strand erinnere ich mich doch lieber gerne an Hainan zurück. Kaum Menschen, weißer Sand, klares Meer, unendliche Weite...Jetzt fang ich schon wieder an zu träumen.

Das Bier in Qingdao schmeckte also, das Essen ebenfalls! Die vielen und günstigen Seafood Restaurants sind alle zu empfehlen. „Hen haochi!“ wuerde man hier sagen. Ich frage mich gerade wirklich, wieso ich in Deutschland noch nie Meeresfrüchte oder sonstiges gegessen habe. Dort wäre ich wirklich nie auf die Idee gekommen Aal, Tentakeln, Shrimps, Seesterne, kleine Hummer, kleine und etwas größere Muscheln etc. zu bestellen. Alles ist aber wirklich sehr zu empfehlen. Daheim bleibt man ja doch eher immer bei seinem guten und bekannten Fischbrötchen von der Nordsee, wenn man mal Fisch isst. Nicht einmal an Shrimps habe ich mich in Deutschland mal ran getraut. Eigentlich richtig schade. All die Jahre habe ich echt tolle Sachen verpasst, was mir hier erst richtig bewusst wurde. Es ist schon irgendwie erschreckend, wie eingegrenzt bzw. begrenzt man daheim ist. Zumindest traf das die ganzen letzten 22 Jahre auf mich zu. Ich bin immer lieber bei den alt bekannten Dingen geblieben und habe lieber nichts ausprobiert, obwohl auch neue Dinge gut und schön sein können. Man muss sich nur trauen, mal was anderes auszuprobieren und definitiv mehr Zeit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens widmen. In seinem Alltagstrott war man dann doch schon sehr eingeschränkt, in seinem Denken und Handeln. Nun ja. Die Zeit kann man leider nicht zurückdrehen und somit versuche ich hier noch so viel wie möglich mitzunehmen. Deswegen habe ich ebenfalls gleich die Chance genutzt leckere kleine Tierchen zu essen, die ich schon ewig in China gesucht habe. In Qingdao gab es dann endlich einen Stand der DIE Snacks anbot, die ich schon immer probieren wollte: Heuschrecken, Seidenraupen, Puppen und noch andere kleine Insektenarten. Dachte ja, die gibt es hier überall in China, aber von wegen. Chinesen stehen dann doch lieber auf andere Delikatessen wie Chicken Feet und getrocknetes Fleisch. Wer somit mal nach Qingdao kommen sollte, muss unbedingt die berühmte SnackStreet dort besuchen und sich zu dem einzigen Insektenstand (wohl in ganz China) aufmachen. Besonders die Puppen waren spitze. Noch lebend kommen die auf den Grill, werden kurz scharf angebraten und sind somit außen knusprig und innen noch ein bischen „roh“. Sehr lecker und dazu auch noch gesund! Zu den anderen Sachen muss ich sagen: Waren ebenfalls knusprig, hatten jedoch nicht so wirklich einen eigenen Geschmack (außer dem Pfeffer, Salz und Chili, mit denen sie gewürzt wurden). Haben aber auch hervorragend geschmeckt, fast schon besser wie das Seafood, das es davor gab. Also auf jeden Fall ausprobieren, wenn ihr die Chance habt!

Jetzt ist auch schon wieder Dienstag und ich sitze in meinem Apartment in Shanghai. Die nächsten fünf Wochen hier werde ich noch so gut es geht genießen, bevor es dann für eine Woche nach Peking geht und dann auch schon viel zu früh nach Hause und ab ins „schöne“ Frankreich. Gerne würde ich noch ein paar Monate hier dranhängen. Die Zeit verging besonders in den letzten Wochen viel zu schnell, aber so ist das bei den schönsten Dingen ja immer so. Leider. Dennoch schicke ich erneut herzallerliebste Grüße ins (glaube ich) ebenfalls warme und sonnige Deutschland!

@Family: Gewöhnt euch schon einmal dran! Die Regenperiode ist seit diesem Wochenende ebenfalls vorbei in Shanghai und somit ist und wird es wieder richtig heiß werden.

P.S.: Ein paar Bilder vom Trip sind jetzt auch online. Wer entdeckt das Tannenzäpfle auf dem einen Foto? =)

101 Dalmatiner bzw. Kuriose und interessante Dinge…

Meine Zeit hier in China neigt sich so langsam aber sicher dem Ende zu. Und ich muss wirklich sagen: Leider, denn in den letzten paar Wochen habe ich mich erst so richtig eingelebt. Davor bestand mein Alltagsleben ja eher aus Reisen, Reisen und ...Reisen. =) Jetzt ist grad wenigstens ein bisschen mehr Alltag eingekehrt. Der wird aber in genau einem Monat von meiner Familie gestört. Um euch nochmals einen Einblick in die chinesiche Lebensweise und Kultur zu geben, habe ich erneut ein paar kuriose und interessante Dinge aufgeschrieben. Bin wirklich auf 101 gekommen, jedoch ist manches evtl. schon aus früheren Berichten bekannt. Dennoch viel Spaß beim Durchlesen, Wundern, Staunen, Kopfschütteln oder worauf ihr sonst noch so Lust habt....

 

Chinesen und ihre Familie

1.       Die Familie hat eine sehr hohe Stellung in China. Sie ist neben Geld das wichtigste überhaupt.

2.       Chinesische Kinder werden bemuttert ohne Ende.

3.       Babys tragen keine Pampers, sondern offene Hosen am Saum.

4.       Noch unverheiratete Frauen werden auf diversen Hochzeitsmärkten als Ehefrauen angeboten.   

5.       Bei jeder Heirat gibt es ein sehr großes Feuerwerk im gesamten Wohnviertel.

6.       Hochzeitsautos sind aufwendig mit schönen Plüschtieren geschmückt. Chinesische Traumhochzeit...

7.       Suzhou ist die Stadt der Hochzeitskleider, die dort wohl nur 500/600 RMB kosten.

8.       Kleine Kinder tragen keine Leuchtschuhe, sondern Schuhe, die beim Laufen quietschen.

9.       Große Kinder leben dagegen bis zu ihrer Heirat bei den Eltern. Das kann dann auch noch mit 30 sein. Schade eigentlich, denn alle chinesischen unverheirateten Frauen, die ich bisher kennenlernen durfte, sind echt Nette! Hat jemand Interesse?! =)

10.   Die ganze Familie trägt Klamotten mit Motiven von Winnie the Poo und Mickey Mouse.

11.   Bei Paaren ist obenrum Partnerlook angesagt.

12.   Chinesische Männer tragen die Handtaschen ihrer Partnerinnen.

13.   Frauen schlendern gerne Hand in Hand mit ihren Freundinnen durch die Gegend.

14.   Wegen der Ein-Kind-Politik werden alle Cousinen als Brüder und Schwestern bezeichnet.

 

Chinesen und ihre Arbeit

15.   Jedes Unternehmen hat einen eigenen Shuttlebus.

16.   Die Fluktuationsrate in China ist sehr hoch. Alle 3-4 Jahre wird der Arbeitsplatz gewechselt. Doch jeder scheint einen Arbeitsplatz zu haben.

17.   Chinesische Mitarbeiter besitzen mindestens drei verschiedene Klingeltöne auf EINEM Handy. Und mindestens drei Handys klingen bei Meetings oder es wird auch auf dem Handy Monopoly gespielt – vom Manager!

18.   Chinesische Mitarbeiter verbringen viel Zeit mit Musikhören, Telefonieren oder Chatten in msn.

19.   Auf dem Frauenklo kann man sich die Zeit mit der chinesischen Vogue, ELLE oder Cosmopolitan vertreiben.

20.   Irgendeine Kleiderordnung im Büro? Anzug, Bluse, schicke Schuhe? Nein!

21.   Putzfrauen kommen fünfmal täglich im Büro vorbei um zu putzen. Den Managern werden sogar die Tassen gesäubert.

22.   Die so genannten „Volunteers“ ins Shanghai und auf der EXPO arbeiten wohl wirklich kostenlos.

23.   Wie wäre es mit Hitzefrei nicht nur in Schulen sondern auch auf der Arbeit?! Haha…das wäre ein Spaß!

24.   Je nach Notendurchschnitt werden junge Chinesen einem Studiengang bzw. Ausbildungsberuf zugeteilt. Es gibt keine freie Wahl.

 

Chinesen und ihr Einkauf

25.   Beim Einkauf hat man mehrere Assistenten zur Verfügung.

26.   Eine rote 3 auf dem Preisschild bedeutet 70% Rabatt, eine 7 nur 30%.

27.   Hosen gibt es nur bis 175. Zum Glück nicht gleichbedeutend mit der Kindergröße.

28.   Auf chinesischen Märkten wird das Treppenhaus zur Umkleidekabine.

29.   Elektrogeräte kosten genauso viel oder sogar mehr wie in Deutschland.

30.   Technische Probleme fangen schon bei einfachen USB Sticks an. Über 10 Besuche beim selben Laden für einen Stick, der immer noch nicht funtkioniert?!

31.   Trotzdem abschließende Erkenntnis: China ist aber DAS Shoppingparadies - zumindest für kleine zierliche Chinesinnen...

 

Bleiben wir bei Äußerlichkeiten: Chinesen und ihr Aussehen

32.   Männer tragen sehr lange Fuß- und Fingernägel, um ihren Status in der Gesellschaft zu zeigen.

33.   Viele Männer lassen sich EIN Haar als Bart wachsen.

34.   Chinesische Frauen schmücken ihre Fingernägel mit kleinen Schleifchen oder anderen Plastikfiguren.

35.   Deutsche und ihr Markenzeichen: Weiße Socken. Bei Chinesen: Nylonstrümpfe.  

36.   Chinesen sind sehr klein und dünn.

37.   Wie wäre es auch mal mit einem Zahnarztbesuch?!

38.   Der Friseurbesuch kostet hier nur 25RMB mit einer VIP Card, ansonsten 35RMB. Das war dann doch mal ein Schnäppchen…Inklusive ist dann noch eine nette Kopfmassage.

39.   Chinesen wollen nicht braun werden. Whitening Cremes und Sonnenschirme helfen.

40.   Haarspray ist schwer aufzutreiben und Preise sind utopisch.

41.   Chinesen verbringen gerne den ganzen Tag gerne in ihrem Schlafanzug/Hausanzug. 

 

Chinesen und ihr Essen

42.   Chinesen essen dreimal warmes Essen am Tag. Dabei gibt es mindestens einmal Reis.

43.   Alles wird mit Stäbchen gegessen, sogar der Kuchen.

44.   Jeden Tag wird sehr viel Essen weggeschmissen. Bin immer wieder geschockt. Beim ‚leckeren‘ Entenei wird, z.B., nur das Eigelb gegessen.

45.   Chinesen trinken Tee zu jeder Tages- und Nachtzeit.

46.   Im Restaurant bekommt man oft heißes Wasser, wenn man Wasser bestellt.

47.   Mein Favorit beim chinesischen Essen: BaoZi, Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen. Doch Maultaschen gibt es hier auch. Die heißen JiaoZi.

48.   Eingeschweißte Chicken Feet kriegt man sogar im Süßigkeitenladen um die Ecke.

49.   Knochenhaufen eines Chinesen nach dem Essen: Sehr klein. Meiner hingegen: Riiiiiesig.

50.   Knochen können aber teilweise mitgegessen werden, zum Beispiel bei leckeren Hähnchenknien.

51.   Suppen gibt es hier zum Nachtisch.

52.   Fast-Food Ketten haben einen eigenen Lieferservice.Beim Pizza Hut bekommt man sogar als Student mit Vorzeigen des Ausweises Rabatt.

53.   Alle Fast-Food-Ketten werden nachmittags zu einem Schlafsaal umgebaut.

54.   Chinesiche Joghurts trinkt man mit Strohhalmen.

55.   Aldi gibt es auch in China: Nachgemachte Ritter Sport Schokolade, Rocher, Milkaherzen...

 

Chinesen und ihre Transportmittel

56.   Transportmittel Nr.1 sind Metro und Zug.

57.   Taxi ist für Chinesen ebenfalls teuer, für Ausländer jedoch günstig.

58.   Taxis mit niedrigen Nummern auf dem Nummernschild fahren schon am längsten in Shanghai.

59.   Ohne die Adresse in chinesischen Zeichen zu haben, in ein Taxi steigen? Viel Erfolg!

60.   Die ganze Nacht über Zugfahren (bei einem Preis von 200RMB für 1400km) ist billiger als bei uns in einem Hotel zu übernachten.

61.   Die Metro in Shanghai macht Pause von 23 Uhr abends bis 6 Uhr früh.

62.   In der Metro fliegen einem auch mal abgeknipste Fingernägel entgegen.

63.   In manche Busse passen mehr als 100 Personen rein. Reife Leistung!

64.   Man muss in Bussen nicht selbst abstempeln. Dafür gibt es extra eine Assistentin. Also einfach hinsetzen.

65.   Bevor die Tür öffnet stehen alle gemütlich in einer Schlange. Danach: Drücken und Drängeln!

66.   Im Straßenverkehr wird keine rote Ampel beachtet. Es wird einfach NICHTS beachtet. Dann würde aber doch was beachtet werden.

67.   Kreuzungen sind manchmal vollgestopft mit Autos, Taxis, Bussen, Fahrrädern, Menschen, Hunden etc.

68.   Chinesen transportieren alles auf ihren Fahrrädern und Rollern. 1000 Stühle oder Schuhe sind kein Problem.

 


Nun zu den inneren Werten: Chinesen und ihre Eigenarten:

69.   Chinesen sind ein sehr freundliches und liebes Völkchen. Man fühlt sich gleich heimisch.

70.   Als Ausländer fühlt man sich hier aber manchmal eher wie im Zoo.

71.   Fotos mit einer „Weißen“ zu besitzen ist für manch einen Chinesen wie ein 6er im Lotto.Na dann: yi, er, san...Cheeeeeese!

72.   Chinesen sind mit wenig zufrieden und freuen sich über Kleinigkeiten, wie einem kleinen Geschenk beim Besuch.

73.   Viele Chinesen leben in wirklich ärmlichen Verhältnissen und können sich sehr wenig leisten, obwohl sie fast 24h/7 Tage die Woche arbeiten.

74.   Doch trotz ihrer „Lage“ sind sie zufrieden und machen alle einen mehr oder weniger fröhlichen Eindruck.

75.   Obwohl alle wissen, dass ihre Regierung „anders“ ist und sie von vielen Sachen hier in China nichts mitbekommen. Offen über alle Themen sprechen wäre trotzdem keine so gute Idee..

76. Chinesen sind sehr kindlich und man kann das Alter bei Ihnen kaum einschätzen. Ein 40 Jähriger sieht dann schon einmal wie 20 aus und verhält sich auch wie ein Teenager.

77.   Chinesen begrüßen sich mit „Hast du schon gegessen?“ (Ni chifan le ma?)

78.   Wenn man aber kein richtiges

79.   Chinesen schlafen gerne und überall.

80.   Um 21 Uhr abends wartet auf viele schon das Bett. Nichts mit Ausgehen, Feiern und Parties. Freunde treffen sich lieber zum Essen, Spielen oder Tee trinken.

81.   Chinesen lieben es ihren überflüssigen Speichel auszuspucken. Den Speichel runterzuschlucken wird nicht gern gesehen.

82.   Beim Essen wird geschlürft und geschmatzt. Dann hat es geschmeckt.

83.   Chinesische Uhren laufen langsamer, sehr viel langsamer.

84.   Chinesen lieben Sport, besonders Fußball. Volkssport Nr. 1 ist jedoch Badminton.

85.   Chinesen laufen gerne rückwärts und klatschen dabei in die Hände. Ist gut für die Durchblutung.

86.   In China gibt es alles gefaket: Dolce und Gabanna Tasche auf dem Fake Market, Gucci Brille auf dem Brillenmarkt, gefakter Mini oder Aygo, gefaketer Wasserfall in Suzhou...

87.   Die EXPO in Shanghai ist eine Inszenierung und Ausstellung für Chinesen.

88.   Chinesen fangen bei Himmelsrichtungen mit dem Osten an, also: Dong, Nan, Chi, Bei bzw. Osten, Süden, Westen, Norden.

89.   Das chinesische Bier Tsingtao ist von Deutschen gebraut. Aber nichts das hilft: Chinesen sind nach einem halben RADLER schon betrunken!

90.   Chinesische Bücher liest man teilweise von vorne nach hinten und von oben nach unten.

91.   Chinesen zählen nicht in Tausendern, sondern Zehntausender Schritten.

92.   Chinesen lieben Karaoke (KTV). Ist aber zum Einschlafen.

93.   Sie lieben nämlich chinesischen Schlager.

94.   Öffentliche Toiletten sind nach deutschen Standards ein Graus. Noch schlimmer: Toiletten im Hard Seater der Züge!

95.   Bastian Schweinsteiger besitzt das „Schwein“ in seinem chinesischen Namen mit Schriftzeichen.

96.   Alle Chinesen LIEBEN Jogi!

97.   Pünktlich um 19:30 Uhr ertönt Musik oder es läutet eine Dame in der Nachbarschaft, um daran zu erinnern das Gas im Appartment über die Nacht abzustellen.

98.   Subtropisches Wetter im Sommer mit Temperaturen von über 40 Grad.

99.   Aber kein Schweiß bei den Chinesen. Die schwitzen wirklich nicht.

100. Es gibt einen blauen Himmel. Nichts mit Smog!

101.  Alle 100 oben genannten manchmal seltsamen Eigenschaften und Verhaltensweisen der Chinesen stören mich keineswegs. Diese gehören einfach dazu. Man kann sich über sie ärgern, sie ignorieren oder eben auch akzeptieren. Doch es gibt wirklich eine Sache, die mich hier so richtig stört. Das sind nicht die Menschen, die Enge in der Metro oder der Lärm, sondern die Tageszeiten hier. Hell ist es hier nur zwischen 4 Uhr morgens und 19Uhr abends. Kurz nach 19Uhr ist es schon dunkel. Kaum kommt man somit vom Büro nach Hause schon sieht es nach Schlafenszeit draußen aus. Dabei könnte man hier noch so viel machen. Wirklich sehr schade….

Ohhhje...

...das habe ich mir nur gedacht, als ich heute nach Feierabend nach Hause kam. Jetzt habe ich glaube ich definitiv alle elektronischen und technischen Probleme durch: des öfteren schon Stromausfall, Gas war mal weg, Wasser ebenso, Internet, von meinem USB Stick fange ich schon gar nicht an, Klimaanlage kaputt, nun nochmal Stromausfall und wohl auch noch Rohrbruch in der Küche... obwohl ich gestern erst durchgewischt habe. =( Aber Sabrina ist einfach die beste Kollegin, die man sich vorstellen kann, und kommt in ner guten Stunde mit dem Vermieter vorbei, um sich die Sache mal anzuschauen. Chinesen sind ja so nette Leute! Mein Nachbar, der kein einziges Wort Englisch spricht, hat mir vorhin die Sicherung wieder reingemacht. Da war wohl wieder der Draht locker. Hier hält halt auch nichts für die Ewigkeit. Alles soll schnell gehen und es wird z.B. gebaut und gebaut. Aber so wie die Häuser gebaut werden, können die nach ein paar Jahrzehnten wieder eingerissen werden wegen Einsturzgefahr. DAS ist ja dann wirklich gar nicht effizient.Aber gut. Die Chinesen können/müssen in vielerlei Hinsicht noch viel lernen...Aber das ist total interessant zu beobachten.

Wieso dauert das bei uns nur immer so lange?

Deutschland ist wirklich nicht für seine Schnelligkeit bekannt, abgesehen vom Fußball, was man heute bzw. gestern erneut sehr schön beobachten konnte. Aber wieso dauern manche Dinge denn so lange, wenn sie hier in China in ein paar Stunden in gleicher Qualität erledigt werden können? Gestern habe ich mir z.B. Brillen auf dem Brillenmarkt in Shanghai machen lassen. Erst einmal waren diese super günstig mit trotzdem sehr guter Qualität und zweitens konnte man die gleich nach 1 ½ h mit nach Hause nehmen. Da stell ich mir die Frage: Wieso dauern dieselben  Sachen bei unseren Optikern immer über eine Woche? Na gut, zugegeben, andere Dinge brauchen dafür in China noch seeeeehr viel Zeit. Oder werden nicht nach deutschen Standards erledigt. Aber Kreativität und Flexibilität helfen hier oft weiter bei Problemen. Und da sind die Chinesen wirklich kreativ ohne Ende! Bin wirklich gespannt, wie sich das Land in den kommenden Jahren noch entwickelt.

Irgendwie ist das ja auch rührend…

…wie sich die Eltern hier so um ihre Kinder sorgen, was ich heute wieder erfahren musste. Das fängt dann schon von klein auf an und geht bis ins Erwachsenenalter. Auf der einen Seite wirklich erschreckend, aber gleichzeitig finde ich es auch faszinierend und bewundernswert. Kleinkinder werden betätschelt und bemuttert, Erwachsene ebenso. Besonders unverheiratete Töchter. Eine Kollegin, z.B., wird alle paar Stunden von ihrer Mutter angerufen, ob sie denn auch schon was zu Abend gegessen hat und ob es ihr gut geht. Bei der anderen Kollegin geht es noch eine Stufe weiter. Ihre Mutter verbringt die Hälfte des Jahres bei ihrer ebenfalls unverheirateten Tochter in Shanghai, da sie die Befürchtung hat, sie könnte sich ja einsam fühlen, so ganz ohne Mann. Nach einem Monat Pause in ihrer Heimatstadt kommt ihre Mutter jetzt nächsten Mittwoch wieder nach Shanghai zurück, diesmal sogar auch noch mit ihrem Vater. Die Eltern bleiben dann auch nicht nur ein paar Wochen, nein, sie bleiben bis Jahresende! Also wieder ganze 6 Monate! Da wünsch ich meiner Kollegin schon einmal eine schöne Zeit in ihrem 1 bzw. 2-Zimmer Apartment! Irgendwie ist es aber schon faszinierend zu beobachten, dass hier die Familienstellung komplett anders ist wie man es aus Deutschland bzw. dem Westen kennt. Für mich als Deutsche erst einmal erschreckend, wenn ich mir vorstellen müsste, mit meinen Eltern auf so engstem Raum so lange leben zu müssen. Aber für Chinesen ist das wirklich das normalste der Welt. Meine chinesischen Kollegen, auch die etwas älteren, leben fast alle noch daheim und bekommen jeden Abend was von Mutti gekocht. Es ist irgendwie schön den Zusammenhalt hier zu sehen, der in unserem modernen Denken in so einem Maße gar keinen Platz mehr hat. Ich will mit meiner Kollegin deswegen aber trotzdem nicht unbedingt tauschen.